Formation                                                                                                                                                          

 In Kollaboration mit:  Adient

Formbare und anpassungsfähige Oberflächengestaltung durch integriertes pneumatisches System inklusive Sensorik. Diese dient der Kommunikation und Reaktion des Textils auf den Nutzer in zukünftigen Mobilitätskonzepten.

Formation - interaktive Textilien im Mobilitätskontext

MA - Textil- und Flächendesign; Betreut durch:

Prof. Nils Krüger Prof. Dr. Jörg Petruschat Prof. Dr. Zane Berzina

 

DE

Die rasanten Entwicklungen im Bereich digitaler Vernetzung und künstlicher Intelligenz haben auch im Bereich Mobilität und Automotive starke Auswirkungen. Konzepte wie Car Sharing, E-Mobilität oder autonomes Fahren sind im Begriff, unser Verständnis von Mobilität neu zu definieren. Dabei verändert sich auch das Verhältnis und die Interaktion zwischen Nutzern und Fahrzeugen grundlegend, was auch zu neuen Gestaltungsansätzen für den Innenraum führen muss. Schon seit Längerem ist hier die Materialgestaltung in den Fokus gerückt, nun tritt die Integration der Informationsebene als weitere gestalterische Aufgabe hinzu. Der besondere Ansatz dieses Projekts liegt darin, diese zwei Ebenen im Innenraum modellhaft miteinander zu verknüpfen. Im Vordergrund stehen hierbei vor allem Textilien, die sich aufgrund ihrer Beweglichkeit und haptischen Qualität am ehesten für eine Kommunikation oder Interaktion mit den Nutzern anbieten. Dabei können und sollen sie natürlich nicht dieselben Inhalte zum Ausdruck bringen wie z.B. elektronische Displays. Eher geht es um die Inhalte und den Status intuitiver, unscharfer Information, die durch subtile Veränderungen auf das Gefühl innerhalb eines Raums Einfluss nehmen. Welche Rolle spielt bei der Fortbewegung die Ebene des Erlebnisses und wie kann sie durch interaktive Elemente ergänzt werden? Als optisch-haptische Schnittstellen, die Menschen in verschiedenen Kontexten eine Vertrautheit vermitteln, schaffen Textilien eher emotionale Bezüge als dass sie konkrete Inhalte repräsentieren. Im Projekt Formation wird ihre passive Wirkung jedoch durch aktive Formveränderungen ergänzt und damit ihre Funktion erweitert. Ermöglicht wird dies durch ein pneumatisches System, das direkt in das Gewebe eingebettet ist und sowohl dessen Form und Volumen verändern als auch bestimmte Strukturen öffnen und schließen kann. Bei speziell konstruierten Textilien, die mit Komplementärkontrasten arbeiten, lassen sich wiederum dynamische Farbveränderungen erzeugen. Die grundlegende Technologie verändert sich dabei nicht und kann variabel eingesetzt und manipuliert werden. Formation ist konzipiert als ein einheitliches und auf mehrere Mobilitätsarten übertragbares System, das je nach Kontext verschiedene kommunikative und interaktive Funktionen erfüllen kann. Veränderte Raumkonfigurationen können sowohl dazu dienen, einen Zustand oder eine Stimmung zum Ausdruck zu bringen als auch konkrete Informationen zu signalisieren. Ebenso können sie auf einen Nutzerkontakt reagieren und ihre Form und Funktion auf ihn anpassen.

EN

Rapid developments in digital connectivity and artificial intelligence are having a strong influence on the automotive industry. Concepts like Car Sharing, E-mobility and Autonomous Driving are redefining our understanding of mobility. This also fundamentally changes our relationship to- and the way we interact with vehicles, leading to new design principles for the interior of vehicles. For some time now, the focus has been on material design. Now, the design of information must also be considered. The purpose of this project is to combine both these design areas into one. The focus is on textiles offer the greatest potential for interaction and communication with the user due to their flexibility and haptic qualities. These textiles can and should not be used to convey the same information as for example, an electronic display. Instead, their purpose is more to display content and status of intuitive, fuzzy information, and to influence the feeling conveyed a space through subtle changes. What role can this play in developing an experience and how can interactive elements be used to augment it? As a optic-haptic interface, textiles can be user to foster an emotional connection, rather than just representing concrete information, thus developing a sense of trust in a user. In the Formation project, a passive effect is produced through an active shape change, expanding the textiles functionality. Made possible through a Pneumatic system embedded directly into the weave, the textile can change in shape, volume, and can also be used to reveal or hide different structures. In textiles that have been especially woven with complimentary contrast, inducing dynamic color shifts is also possible. The underlying technology responsible for these effects does not change, and so can be applied and adjusted to a variety of use-cases. Formation was developed to be a standardise, modular system that can be integrates to a variety of mobility types, achieving different communicative and interactive functions depending on context. Different configurations can be used to express a state or a mood, as well as communicating more specific information. It can also react to a user’s touch, adapting it’s form and function to them.

Weißensee Kunsthochschule Berlin (10/2016 - 10/2017)

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